sexistisches Kaubonbon?

Seid 2002 hat MAOAM ein neues Desgin bei dem süße kleine Kaubonbon-Männchen die Verpackung zieren. Doch was ist das? Irgendwie erscheint es so, als hätten diese kleinen Maskottchen bei etwas ganz anderem Spaß als beim jugendfreien ‘Bonbonkauen’.
Wie neulich bei Spiegel.de entdeckt, fanden dies ein paar Schüler einer offenbar recht prüden Jesuiten-Schule nicht so witzig. Der komplette Artikel kann hier gelesen werden. Oder ihr lest den Auszug direkt auf meiner Seite:

Zitat von Spiegel Online
Von Thomas Hillenbrand
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“Seit 2002 ziert ein Früchtchen liebkosendes Comic-Männchen die Verpackungen des Kaubonbons Maoam. Anstößig fand das niemand – bis auf drei Schüler des Jesuitenkollegs zu St. Blasien. Sie nannten das neue Design pornografisch. Und erhielten auf ihren Abi-Scherz prompt eine Antwort des Süßwarenherstellers Haribo.

Bernd Bornhauser, Florian Baubin und Christian Staudt zeigten sich entsetzt ob der pornographischen Darstellungen, denen ihre angeblichen Zöglinge schutzlos ausgesetzt waren. Auf den Päckchen der Kaubonbon-Marke Maoam meinten sie besonders schamlose Darstellungen der Fleischeslust erkannt zu haben.

Der Zorn des “Katholischen Kinder- und Jugendrats am Jesuitenkolleg zu St. Blasien” galt einem kleinen grünen Männchen, das seit Anfang des Jahres 2002 die Verpackungen der beliebten Süßigkeit ziert. Je nach Geschmacksrichtung der vom Haribo-Konzern hergestellten Plombenzieher zeigen die Päckchen den grünen Knirps gemeinsam mit Zitrone oder Erdbeere. Es sieht so aus, als ob Früchtchen und Männchen tanzen. Oder kuscheln. Oder etwas nicht ganz Jugendfreies tun.

Die Mehrheit von Haribos Kundschaft nahm die Design-Neuerung gelassen zur Kenntnis und kaute stoisch weiter. Der Kinder- und Jugendrat aus dem Kolleg im Schwarzwald hingegen wollte die mutmaßliche Sauerei nicht auf sich beruhen lassen. Und beschwerte sich bei Haribo schriftlich über die “schamlose Darstellung von sexuellen Praktiken auf der Verpackung dieser Süßware”. Klar erkennbar würden auf den Maoam-Päckchen “unter anderem der Coitus, außerdem Fellatio und Cunnilingus und zu allem Überfluss auch polyamoröse Praktiken angedeutet”. Vollzogen würden diese “zwischen einer obskuren grünen Figur”, die “ihre Libido durch einen starken Speichelfluss zeigt”, und “diversen Früchten”.

“Grüne Gestalt vollzieht Beischlaf an einer Zitrone”

Der Brief der angeblich “schockierten” Katholiken war ein Abi-Scherz, der schließlich im Jahrbuch der Abiturienten landete. Aber weil das Schreiben so authentisch empört formuliert war, konnte der Süßwarenhersteller Haribo davon nichts ahnen. Und so habe der vom 29. März 2004 datierte Brief, der nebst Antwort des Kundenservice im Internet kursiert, in der Firmenzentrale eine gewisse Verwunderung ausgelöst, bestätigte Haribo-Sprecher Marco Alfter zunächst. Man könne an den lustigen Comicfiguren nichts Anzügliches erkennen. “Wir haben zahlreiche E-Mails von Kunden bekommen, die sehen das wie wir”, so Alfter. Er frage sich, “wie gerade Menschen aus einem katholischen Jesuitenkolleg auf diese Idee kommen”.
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