Di  24.04.07 

Olga: Eine schöne frische Type

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Neu­lich habe ich mal wie­der beim TDC vor­bei­ge­schaut und wollte mir mal wie­der die aktu­el­len Win­ning Ent­ries anschauen. Da wär zum einen z.B. ein Open-Type-System-Monster wie der fei­nen Arno pro (siehe font­blog oder adobe.de) von Robert Slim­bach zu nen­nen. Eine Type die alle Opentype-Register wie vier ver­schie­dene Dis­play­grö­ßen, kyril­li­sche Zei­chen uvm. zieht. Doch es gab neben solch tech­ni­schen Groß­fa­mi­lien in der Kate­go­rie Text auch greif­ba­rere Gewin­ner mit einem noch eini­ger­ma­ßen über­schau­ba­ren Umfang.

Beson­ders sym­pa­thisch auf­ge­fal­len ist mir die Olga. So eine Type hab’ ich schon lang nicht mehr gese­hen: Sie hat in dem Regular-Schnitt den Cha­rak­ter einer aus­ge­spro­chen klas­si­schen Renais­sance Anti­qua, doch wirkt doch aus­ge­spro­chen zeit­ge­mäß und ent­spricht dem aktu­el­len Schrift­ge­schmack. Dabei ist sie merk­wür­dig genug und nicht ein wei­te­rer unin­spi­rier­ter Klon. Ins­be­son­dere die der­ben Ein­schnitte und har­ten Kur­ven – die wohl einem Lin­ole­umschnitt nach­emp­fun­den sind – geben der Schrift in die­sen Schnit­ten ein aus­ge­spro­chen inter­res­san­tes Extra. Viel­leicht sind die Ein­schnitte man­chem etwas zu extrem, aber das sei dahin­ge­stellt – ich find’s eine schöne tref­fende Idee. End­lich mal wie­der was neues.
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So  01.04.07 

Timo und die Buchstaben

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Ich habe es end­lich wie­der getan. Die Lek­türe der net­ten zwei Wäl­zer »Ana­to­mie der Buch­sta­ben« und »Logo Font & Let­te­ring Bible« hat es mir der­ma­ßen in den Fin­gern gejuckt selbst eine Reihe an Buch­sta­ben zu gestalten.

Nach ers­ten Anfän­gen – Ich glaub’ es war 2005 – mit einer Seri­fen­be­ton­ten habe ich vor ein paar Wochen die weni­gen schon vor­ge­zeich­ne­ten Ver­sa­lien von ihren Seri­fen befreit und krätf­tig an den For­men geschraubt. Viel­leicht bekommt mein Schätz­chen irgend­wann Ihre Seri­fen wie­der, doch vor­erst ist genug zu tun. Heute sind zumin­dest die Minus­keln hin­zu­ge­kom­men teils noch recht grob und unvoll­kom­men oder schlicht zu eigen­sin­nig, doch auch das werde ich den Sta­ben schon noch austreiben.

Doch die Arbeit ist eine regel­rechte Freude und man sollte viel­leicht wie­der jeden ein­zel­nen Stu­den­ten und Gestal­ter der täg­lich mit Buch­sta­ben han­tiert dazu zwin­gen ein­mal eine Schrift zu zeich­nen. Es war nicht nur eine große Freude die For­men zu ent­wi­ckeln – es war auch unge­mein lehrreich.

Die nächs­ten Schritte

  • Grau­wert eini­ger Zei­chen anglei­chen (ins­be­son­dere die Ver­sa­li­nen XYWZ)
  • Eini­gen Buch­sta­ben ihre Macken aus­trei­ben – Es wer­den täg­lich mehr.
  • Die Zif­fern zeich­nen – auf jeden Fall nicht nur Versalziffern
  • Inter­punk­tion
  • Son­der­zei­chen
  • Ein paar Alter­na­tiv­for­men von denen ich mich nicht tren­nen kann
  • Zurich­tung end­lich fest zurren
  • Kerning,… Kerning,…

Ach ja, das Schätz­chen braucht noch einen Namen – wem da was ein­fällt, immer her damit.
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So  18.06.06 

»Anatomie der Buchstaben« Buch

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Ich hatte ja bereits vor gerau­mer Zeit einen Bei­trag über die­ses Buch geschrie­ben, als es gerade vom Her­mann Schmidt Ver­lag vor­ge­stellt wurde. Als nun auf dem Font­blog ein Bei­trag erschien der freu­dig über das Ein­tref­fen des Buches berich­tete, konnte ich mich nicht mehr zurück­hal­ten. Beim Font­blog ist übri­gens auch eine Lese­probe des Buches zu finden.

Mini Res­umé

Nach­dem ich nun das Buch ja bereits ein paar Tage in mei­ner Woh­nung her­um­lie­gen hab – hab’s ja schließ­lich sehr flott bestellt – wird es wohl Zeit für ein klei­nes Res­umé. Lei­der habe ich in letz­ter Zeit nicht beson­ders viel Muße gehabt zu lesen, doch mir gefällt »Ana­to­mie der Buch­sta­ben« aus­ge­spro­chen gut.
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Mi  30.11.05 

Der Fontographer ist wieder da!

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So, jetzt ist es also gesche­hen. Der Software-Veteran Fon­to­gra­pher ist im 21. Jahr­hun­dert ange­kom­men und läuft nun auch unter OSX. Ich habe es ja vor gerau­mer Zeit schon­ein­mal ange­kün­digt (siehe hier). Ich habe mir natür­lich die Demo-Version sofort her­un­ter­ge­la­den, und es ist wirk­lich inter­es­sant, daß am Fon­to­gra­pher fast nichts ver­än­dert wurde – selbst die kuriose Sound­ku­lisse von Fon­to­gra­pher kann man nun unter OSX genie­ßen. Also eigent­lich hat sich wirk­lich nichts ver­än­dert, und man kann wie gewohnt wei­ter­ar­bei­ten. Ein bis­sel Face­lif­ting an der Ober­flä­che hätte mir zwar schon gefal­len, aber Font­lab will ja auch 2006 eine neue Ver­sion her­aus­brin­gen, und ist offen für Wün­sche der Anwen­der. Aber ein paar Dinge sind schon geschehen:

  • Ganz klar: Jetzt läuft’s halt unter OSX
  • Irgend­was soll für Euro-Character ver­bes­sert wor­den sein
  • Die Enco­dings wur­den aktualisiert
  • Ganz toll: End­lich kann aus aktu­el­len Illus­tra­tor und Free­Hand Ver­sio­nen copy-paste ver­wen­det werden
  • Nen paar Bugfixes

Den Typo-Veteran gibt’s hier

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Mi  26.10.05 

»Designing Type« Buch

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Der Her­mann Schmidt Ver­lag bringt ein inter­es­san­tes neues Buch her­aus – wie meine letz­ten Buch­vor­stel­lun­gen auch zum Thema Schrift­ent­wurf. Das gute Stück heist »Desi­gning Type« und hat 232 Sei­ten grob im A4 For­mat – Eine inter­es­sante Publi­ka­tion mög­li­cher­weise. Ich hab’s noch nicht gese­hen, soll aber ja auch erst noch erschei­nen. So mel­det zumin­dest Slan­ted hier.
Schad’ ist natür­lich der nicht grade lächer­li­che Preis von 68,– Euro, den der Ver­lag angibt, aber was soll man machen. Ich per­sön­lich bin jedoch gerade wie­der­ein­mal ein biss­chen hung­rig auf Typo-Input, und sofern ich hier irgendwo in Han­no­ver einen Blick in das Buch wer­fen kann, werde ich wei­ter berichten.

Mehr Infos gibt’s natür­lich direkt beim Her­mann Schmidt Ver­lag.

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Do  08.09.05 

Logo + Font Lettering Bible

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Ich hab mir neu­lich end­lich mal wie­der ein Buch bestellt: Die »Logo & Font Let­te­ring Bible« von Les­lie Cabaga. Die Web­site zum Buch fin­det sich hier. Ich hab’s zwar erst ein paar Tage in mei­nen Hän­den – bin also noch nicht ganz so weit in dem Buch vor­ge­drun­gen – aber ich kann es wirk­lich emp­feh­len. Ist ein net­tes Ein­stiegs­buch wenn man sich ein­mal selbst an den Ent­wurf einer Schrift oder eben eines Logos wagen möchte. Ich find’s auch nicht schlimm daß das Buch auf Eng­lisch ist, denn die Schreibe ist recht human und ver­ständ­lich, und wie Ihr an den Fotos sehen könnt, ist das Buch auch aus­ge­spro­chen kräf­tig illus­triert. Der Stil des Buches selbst ist zwar viel­leicht ein biss­chen gewöh­nungs­be­dürf­tig und arg ame­ri­ka­nisch bunt und knal­lig, aber ich finde es schon sym­pa­thisch. Das Buch­co­ver hat es aber fast geschafft, daß ich mir das Buch nicht bestelle. Ich bin schon vor einer Weile auf das Buch auf­merk­sam gewor­den, habe aber gedacht, daß nen Buch mit so’nem Titel doch nichts von Typo­gra­fie ver­mit­teln kann. Naja, das Teil ist zwar viel­leicht nicht unbe­dingt die Bibel schlecht­hin aber die Lite­ra­tur – ins­be­son­dere etwas aktu­el­lere – ist in die­sem Feld ja auch nicht so breit gefä­chert. Da hab ich dannn mal gleich zuge­schla­gen und mir auch das Buch »Learn Font Lab Fast« vom glei­chen Autor bestellt.

Tja, und dann hab ich mich natür­lich auch gleich mal ran­ge­macht und ange­fan­gen end­lich mal eine eigene Schrift zu kre­ie­ren. Mein man­geln­der Fleiß hat es zwar geschafft, daß ich bei ein paar weni­gen Buch­sta­ben hän­gen geblie­ben bin, aber mal schauen. Ist übri­gends eher eine »Bauch-Type« als was wirk­lich aus­ge­feil­tes. Aber wenn ich daran denke, was ich da alles noch fei­len muß bis die Schrift auch wirk­lich Schrift gewor­den ist…
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