Fr  27.08.04 

www.genotyp.com

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Ein Expe­ri­ment über gene­ti­sche Typo­gra­fie von Michael Schmitz, ent­stan­den an der UDK-Berlin.

Eine wirk­lich feine und sku­rile Geschichte ver­birgt sich hin­ter die­ser Inter­net­seite, wel­che die uns aus den Bio­lo­gie­stun­den alt­be­kannte Ver­er­bungs­lehre auf Typo­gra­fie über­setzt. So ent­ste­hen teils selt­same obskure Schrift­schöp­fun­gen, doch auch erkenn­bare Ver­er­bung der Merk­male ist zu beobachten.

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So  02.05.04 

Hannover, Jakobi Ecke Edenstraße

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Zwei kleine äußerst sym­pa­thi­sche Fund­stü­cke aus Han­no­ver, die es mei­ner Mei­nung ein­fach mal ver­dient haben gezeigt zu werden:

Die Fund­stü­cke befin­den sich in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft auf der Eden­straße, Ecke Jako­bi­straße. Zum einen ein klei­nes ent­spann­tes Graf­fiy, daß mit jeden Tag mit­teilt, wie ich mich zu ver­hal­ten habe, und ein ebenso kurio­ses Heizungsgeschäft.

Das ent­spannte Gra­fitty
Eine end­lich mal sehr feine Sprüh­kunst, ist die­ses Gra­fitty, daß ja eigent­lich kei­nes ist – aber dafür ist die Aus­sage im Gegen­satz zu den mei­ner Mei­nung nach plum­pen »Ich war hier«, Tags der im aus­ster­ben begrif­fe­nen Hip­Hop Szene, umso bes­ser: »Ent­spannt euch!«.

Wahr­schein­lich wurde durch die­sen Spruch auch der böseste Haus­be­sit­zer besänf­tigt, und so wurde der Spruch seit Jah­ren von Nie­man­dem weg­ge­wischt, und der Auf­ruf zu mehr Gelas­sen­heit beschallt diese Straße in der List. Auch die Art und Weise, die­sen Spruch hin­zu­schrei­ben ist gera­dezu groß­ar­tig naiv und wun­der­bar. Es scheint grad so, als hätte ein Dritt­kläss­ler der benach­bar­ten Schule ein­mal die Dose raus­ge­holt, und in feins­ter Schul­schrift den Spruch auf­ge­malt. Nur, einen Ver­bes­se­rungs­wunsch hätte ich dann doch wie­der: Ich würde ja eher »Ent­spannt euch mal!« hin­schrei­ben, denn dann klingt der Auf­ruf auch wie­der noch ein wenig wei­cher, als jetzt – aber es gibt deut­lich schlimmeres.

Kin­der­wer­bung
Ebenso kind­lich schln ist die Beschrif­tung die­ser klei­nen Ein­gangs­tür eines noch viel klei­ne­ren Hei­zungs­la­dens. Nicht nur das Wer­be­pla­kat aus den frü­hen 80igern ist eine Augen­weide, son­dern ins­be­son­dere die Hand­ge­mal­ten Instal­la­ti­ons­teile des Hand­wer­kers, sind wun­der­bar. Wahr­schein­lich würde dich heute nie­mand mehr so etwas trauen, und ich denke auch daß der Laden pleite ist, denn diese Tür ist schlicht immer geschlos­sen, aber das ist ja auch egal. Ich find’s ein­fach nur klasse…

Also bitte wei­ter­le­sen um mehr Fotos zu sehen…
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