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Neulich habe ich mal wieder beim TDC vorbeigeschaut und wollte mir mal wieder die aktuellen Winning Entries anschauen. Da wär zum einen z.B. ein Open-Type-System-Monster wie der feinen Arno pro (siehe fontblog oder adobe.de) von Robert Slimbach zu nennen. Eine Type die alle Opentype-Register wie vier verschiedene Displaygrößen, kyrillische Zeichen uvm. zieht. Doch es gab neben solch technischen Großfamilien in der Kategorie Text auch greifbarere Gewinner mit einem noch einigermaßen überschaubaren Umfang.
Besonders sympathisch aufgefallen ist mir die Olga. So eine Type hab’ ich schon lang nicht mehr gesehen: Sie hat in dem Regular-Schnitt den Charakter einer ausgesprochen klassischen Renaissance Antiqua, doch wirkt doch ausgesprochen zeitgemäß und entspricht dem aktuellen Schriftgeschmack. Dabei ist sie merkwürdig genug und nicht ein weiterer uninspirierter Klon. Insbesondere die derben Einschnitte und harten Kurven – die wohl einem Linoleumschnitt nachempfunden sind – geben der Schrift in diesen Schnitten ein ausgesprochen interressantes Extra. Vielleicht sind die Einschnitte manchem etwas zu extrem, aber das sei dahingestellt – ich find’s eine schöne treffende Idee. Endlich mal wieder was neues.
Konzept-Text zur Olga
As a designer I know how much pleasure can arise from working on a book or magazine design with »experimental« content and background, like art, illustration or design issues. The choice of typeface is exciting and important, but very often underestimated. In this area of book or magazine design there is often a need for a good working text typeface for use in combination with a prominent and extraordinary typeface for titling and emphasis. Finding the right pair can be difficult and it is not uncommon that the result doesn’t work very well. Having this problem in mind I wanted to design a typefamily with different styles where one style is suitable for bodytext and where the other is experimental and suitable for titling and emphasis. The result is Olga regular and Olga lino. Olga regular is a modern renaissance antiqua with a solid, warm and organic character which makes it legible. Olga lino is based on Olga regular, but is also inspired by linocut illustration technique. With the bold character and the sharp cuts the typeface reflects the roughness and strength of linocut. To keep the handmade and irregular image, Olga lino has different glyphs for the same character.
Da stellt sich nur die Fraqe: Wann wird die Olga das Licht der Welt erblicken, und wo wird man sie wohl einsetzen – hoffentlich in einem ähnlich inspiriertem Magazin. Ich würd’s Olga auf jedenfall wünschen.
Text / Type Family
Type System / Superfamily
Display
Pi & Ornament
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Hach, da schwelge ich doch glatt in Erinnerungen. So lange ists schon her, seitdem Olga auf meinen PC, bzw. in mein Leben trat? ;-) Seitdem hat sich ja doch einiges entwickelt, wenn man das mal so im Rückblick betrachtet.